09.12.2020

Nachricht

Ferienhausbuchung in Dänemark während der Corona-Krise

Haben Sie bei der Buchung eines Ferienhauses in Dänemark eine Anzahlung geleistet, die Ihnen nicht zurückerstattet wurde? Wurde Ihr Aufenthalt seitens des Vermieters storniert? Oder waren Sie mit dem Ferienhausaufenthalt unzufrieden? Wir beraten Sie über Ihre Möglichkeiten.

Fehlende Rückerstattung

Wenn Sie ein Ferienhaus in Dänemark gebucht haben, die COVID-19-Maßnahmen nunmehr aber dazu führen, dass Sie Ihren Ferienhausurlaub dennoch nicht antreten können, dann informieren wir Sie gern über Ihre Rechte in diesem Zusammenhang. Nach den allgemeinen Vorschriften dänischen Rechts steht dem Verbraucher grundsätzlich ein Anspruch auf die Rückerstattung des vollständigen Betrags für eine Dienstleistung zu, wenn diese Dienstleistung nicht geleistet werden konnte.

Hat der Kunde den Grund für die fehlende Erbringung der Dienstleistung selbst zu vertreten, hat er aber grundsätzlich keinen Anspruch auf die Rückerstattung von gezahlten Beträgen. Es liegt derzeit keine spezifische dänische Rechtsprechung zur Schließung der dänischen Grenze und damit auch zu den Einreisebeschränkungen nach Dänemark vor. Es ist daher sehr unsicher, ob Kunden ihr Geld zurückerstattet wird.

Wir beraten Sie gern und informieren Sie auch über Ihre sonstigen Möglichkeiten, falls sich der Ferienhausvermieter weigert, Ihr Geld zurückzuzahlen. Hierzu gehört z.B. die Einreichung einer Beschwerde bei der dänischen Beschwerdekammer für Ferienhausvermietung. Sie sollten auch beachten, dass die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Vermieters unter Umständen dazu führen können, dass der Vermieter im Falle von Epidemien das Recht hat, eine Buchung zu stornieren. Die Frage, ob eine solche AGB-Bestimmung in Dänemark überhaupt zulässig ist, wurde noch nicht gerichtlich überprüft, und es dürfte sich daher erst in naher Zukunft herausstellen, ob eine solche Bedingung als angemessen gilt und somit vom Vermieter geltend gemacht werden kann.

Weitere Informationen bezüglich der Kompensation bekommen Sie unter diesem Link:

www.rechtdaenisch.de/regeln-fur-die-kompensation-bei-rucktritt-in-der-corona-krise-im-uberblick

Die Beschwerdekammer für die Ferienhausvermietung

Wenn Sie als Verbraucher im Zusammenhang mit der Buchung eines Ferienhauses in Dänemark feststellen, dass der Urlaubsaufenthalt entweder nicht den vereinbarten Anforderungen entsprach und die Vermietungsagentur sich weigerte, die vereinbarten Leistungen zu erbringen, oder Sie wegen der Corona-Krise erlebt haben, dass Ihre Reise vom Vermieter abgesagt wurde, können Sie eine Beschwerde bei der Beschwerdekammer für Ferienhausvermietung einreichen.

Die Beschwerdegebühr bei Personen mit Wohnsitz in Deutschland beträgt 40 Euro. Die Bearbeitungszeit der Beschwerdekammer liegt derzeit bei mindestens 6 Monaten.

Sie können mehr über die Beschwerdekammer für Ferienhausvermietung lesen, indem Sie auf das folgende Link klicken: daenischer-ferienhausverband.de/beschwerdeausschuss

Wir überprüfen gern Ihren Fall und beraten Sie auch in diesem Zusammenhang, ob es sinnvoll ist, eine Beschwerde bei der Beschwerdekammer einzureichen.

Stand: 9. Dezember 2020