26.11.2020

Nachricht

Unternehmen in Dänemark sollen auch im Jahr 2021 die Möglichkeit haben, digitale Gesellschafterversammlungen abzuhalten

Es liegt ein Gesetzesvorschlag der dänischen Regierung vor, der dänischen Unternehmen die Möglichkeit geben soll, die Haupt- oder Gesellschafterversammlung aus Gründen des Coronavirus im Jahr 2021 digital abzuhalten. Diese Möglichkeit erhielten die Unternehmen im Jahr 2020, aber die Maßnahme soll nun fortgesetzt werden.

In der dänischen Gesetzgebung ist vorgeschrieben, dass eine vollelektronische Haupt- oder Gesellschafterversammlung nur dann abgehalten werden kann, wenn dies in die Satzung des Unternehmens aufgenommen worden ist. Ohne eine solche Rechtsgrundlage kann normalerweise nicht beschlossen werden, dass eine künftige Haupt- oder Gesellschafterversammlung vollständig elektronisch abgehalten wird.

Da viele Unternehmen nicht sicher sind, was das Coronavirus im Jahr 2021 für ihre Geschäftstätigkeit bedeuten wird, hat die Regierung deshalb vorgeschlagen, dass die Haupt- oder Gesellschafterversammlung digital durchgeführt werden kann, obwohl die Satzung des Unternehmens eine physische Anwesenheit erfordert. Hiermit soll sichergestellt werden, dass alle Unternehmen ihre Gesellschafterversammlung frühzeitig planen können.

Möglichkeiten, Gesellschafterversammlungen abzuhalten

Falls der Gesetzesvorschlag angenommen wird, werden alle Unternehmen im Jahr 2021 eine vollständig elektronische Haupt- oder Gesellschafterversammlung abhalten können. Eine vollständig elektronische Haupt- oder Gesellschafterversammlung bedeutet, dass sie nur elektronisch ohne die Möglichkeit der physischen Anwesenheit durchgeführt wird und die Teilnahme durch die Nutzung von Telefon, TEAMS oder ähnlichen Medien erfolgt.

Unternehmen haben seit längerem – auch ohne dass dies in der jeweiligen Satzung verankert ist – die Möglichkeit gehabt, eine sogenannte elektronische Teilversammlung abzuhalten. Bei einer teilweise elektronischen Haupt- oder Gesellschafterversammlung haben die Gesellschafter das Recht aber nicht Pflicht, elektronisch teilzunehmen. Die teilweise elektronische Teilnahme setzt voraus, dass die physische Versammlung gleichzeitig stattfindet.

Es besteht auch immer die Möglichkeit, dass die Gesellschafter, um eine größere physische Teilnahme zu vermeiden, ihre Stimme entweder schriftlich oder durch Bevollmächtigung abgeben. In diesem Zusammenhang ist zu beachten, ob in der Satzung des Unternehmens besondere Regeln für die Stimmabgabe durch schriftliche Vollmacht festgelegt sind.

Falls Sie weitere Einzelheiten über die Möglichkeiten und Einschränkungen bei der Durchführung elektronischer Gesellschafterverhandlungen auf Grund des Coronavirus erfahren möchten, freuen wir uns auf Ihren Anruf!