Verjährung von Forderungen nach dänischem Recht

Zahlreiche Forderungen verjähren laufend. Für deutsche und dänische Unternehmen lohnt sich ein Blick in die Forderungsbücher, um den Fortbestand dieser Forderungen zu sichern. Bei NJORD arbeiten dänische Rechtsanwälte, die sich mit der Verjährung von Forderungen nach dänischem Recht auskennen.

Wann findet dänisches Recht Anwendung?

Für Forderungen aus Leistungen oder Warenlieferungen, die von einem dänischen Unternehmen erbracht wurden, gilt grundsätzlich dänisches Recht, wenn nichts anderes vereinbart wurde.

Doch auch für deutsche Unternehmen kann die dänische Verjährungsfrist relevant werden. Dies ist der Fall, wenn die Geltung dänischen Rechts ausdrücklich vereinbart worden ist oder der Käufer allgemeine Einkaufsbedingungen verwendet hat, die die Anwendung dänischen Rechts vorsehen. Haben sowohl Verkäufer als auch Käufer allgemeine Geschäftsbedingungen (Verkaufsbedingungen bzw. Einkaufsbedingungen) verwendet, ist ebenfalls nicht auszuschließen, dass im konkreten Fall dänisches Recht und damit die dänischen Verjährungsregeln gelten.

Welche Verjährungsfrist betrifft uns?

Seit dem 01.01.2008 verjähren die meisten Forderungen in Dänemark innerhalb von drei Jahren. Die Verjährung beginnt typischerweise mit der Fälligkeit der Rechnung. Darüber hinaus gelten einige Sondervorschriften.

Was können wir tun, um die Verjährung zu verhindern?

Die Verjährung wird mit der Einleitung gerichtlicher Schritte unterbrochen. Die Unterbrechung kann durch die Erhebung einer Klage oder Stellung eines Antrags auf Erlass eines Mahnbescheids (“betalingspåkrav”) erwirkt werden. Maßgeblich ist dabei das Datum des Eingangs der Klage bzw. des Mahnantrags beim Gericht. Eine Überprüfung der offenen Rechnungen lohnt sich also, damit die Forderung gesichert und auch eingebracht werden kann.

Stand: Februar 2016